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Neufundland Fahne

Reiseführer Neufundland

Eine Bootstour im "Western Brook Pond", Gros Morne Nationalpark, Neufundland, Kanada

Teil 2

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Immer neue Ausblicke

Kleine Seen wechselten sich mit Moor ab. Ein Traum für Elizabeth, die darauf bestand, dass unsere kleine Firma Mitglied bei "Ducks unlimited" wurde - eine Organisation, die sich auf die Erhaltung und auch die Rückgewinnung von Moorlandschaften und Feuchtgebieten konzentriert.
Sie liebte es in Ontario die Vögel, die Wasserschildkröten, die Frösche und alles andere Getier zu beobachten.
Kein Wunder, dass sie die Strecke zwischen Parkplatz und Boot nicht innerhalb von 40 Minuten schaffte. Es gab zu viel zu sehen.
Ihrer Begleiterin ging es aber genau so. Sie rief uns in der Zwischenzeit zuhause an und erzählte, dass sie bereits ihre nächste Reise nach Neufundland plant. Diesmal will sie aber alleine reisen, um ungebunden zu sein und keine Rücksicht auf die Interessen oder auch das Nichtinteresse anderer Leute Rücksicht nehmen zu müssen.

Nachdem wir die Tour nicht bezahlen konnten als wir diese reservierten, musste Elizabeth das hier tun.
Als unangenehme Überraschung wurde ihr und den meisten anderen Besuchern dabei erklärt, dass natürlich auch noch die Zutrittsgebühr für den Nationalpark anfalle. Als Bezahlung wurde nur Bargeld akzeptiert.
Elizabeth war dadurch pleite. Sie hatte ihre Bankkarte dabei, die hier aber wertlos war.
Sie konnte daher keine Souvenirs kaufen und die Neufundländer verloren dadurch ein Geschäft.
Sie lernte dann noch, dass all die Angestellten, die hier arbeiten, nicht laufen müssen. Sie werden mit einem ATV (all terrain vehicle) transportiert.
Ich werde fragen, warum man keine Transportmöglichkeiten für Gehbehinderte einrichtet. Es muss ja nicht unbedingt ein Motorfahrzeug sein. Zur Not tut's auch ein Eselskarren oder man trainiert einen Elch für derartige Dienste.

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Souvenirs, Souvenirs

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Es geht los

Wie bereits erwähnt, hätte sich Elizabeth gerne einiges gekauft - einen Kaffee, ein T-Shirt und wie sie mir heute sagte auch ein Buch über den Gros Morne Nationalpark.
Ohne Bargeld gab es aber nichts. So musste sie sich mit der beindruckenden Landschaft begnügen. Etwas verärgert kletterte sie in das bereit stehende Boot. Man sollte die Teilnehmer an der Tour wirklich besser informieren und auch auf die zusätzlich zu bezahlende Eintrittsgebühr für den Park hinweisen. Die unfreundliche Dame im "Ocean View Motel" hat das jedenfalls nicht getan!
Es werden zwei Boote eingesetzt. Beide wurden von der kanadischen Küstenwache bezüglich Sicherheit sorgfältig überprüft. Das größere davon kann bis zu 90 Personen befördern. Aufgrund der nicht geeigneter Transportwege wurden sie in zerlegten Zustand per Hubschrauber hierher gebracht und vor Ort zusammengebaut.

Der "Western Brook Pond" ist der größte See im Gros Morne Nationalpark. Er ist 16 km lang und hat eine maximale Tiefe von 165m.
Die "Long Range Mountains", welche Ausläufer der "Appalachians" sind, bilden einen dramatischen Hintergrund.
Falls Sie weitere "Fjorde" in dieser Bergwelt sehen wollen müssen Sie wanderm.
Tun Sie das aber nicht ohne sich vorher genaustens beraten zu lassen. Sie müssen nicht nur die notwendige Ausrüstung sondern auch gewisse Sachkenntnisse besitzen. In den Besucherzentren hilft man Ihnen gerne. Leichtsinn zahlt sich nachweislich nicht aus.
Elizabeth war jedenfalls sehr froh auf dem Boot in angenehmer Gesellschaft zu sein und den Erklärungen in englischer Sprache zuzuhören.
Allerdings fand ich heraus, dass einges, was sie mir erzählte, nicht mit dem übereinstimmt, was man nachlesen kann. Ob das auf den neufundländischen Dialekt zurückzuführen ist?

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Eines der beiden Boote

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Stilles Wasser

Es ist natürlich nicht möglich Ihnen all die Eindrücke der Fahrt mit wenigen Bildern zu vermitteln. Wir sehen dies auch nicht als unsere Aufgabe an.
Wir wollen Ihnen hier nur zeigen, was Sie erwartet. Unsere zusätzlichen Hinweise sollten eine nützliche Hilfe sein, um Enttäuschungen, wie sie Elizabeth erlebt hatte, zu vermeiden.
Das Wasser war sehr klar, sah aber recht dunkel aus. Der "Western Brook Pond" wird als einer der saubersten Seen der Welt bezeichnet. Er wird von klaren, eiskalten Zuläufen aus den umgebenden Bergen gespeist. Geringer Pflanzenwuchs und keinerlei Beeinflussung durch Ackerbau oder andere menschlichen Einflüsse sind der Hauptgrund dafür.
Man gibt sich alle Mühe, das so zu belassen und jeder Besucher des Nationalparks wird aufgefordert bestimmte sinnvolle Restriktionen zu beachten. Bitte tun Sie das auch!

Als die Landmasse sich vor vielen Millionen von Jahren teilte und der europäische und der nordamerikanische Kontinent entstanden, quoll hier Lava aus dem Erdboden. Die heutige, wilde Landschaft wurde danach von Gletschern geformt.
Das wechselnde Wolkenbild verstärkte die Stimmungsbilder, welche jeden Besucher in Bann zogen.
Natürlich ist die Natur nicht zur Ruhe gekommen. Das wird sie auch nie. Immer wieder sieht man Stellen an denen Steinlawinen zu Tal gegangen sind. Das geschieht recht plötzlich und man hat sicherlich kaum eine Chance zur Flucht, wenn man sich in deren Weg befindet.
Für die meisten, die hier leben ist das Alltag und man kennt die Gefahren, die überall lauern.
Elizabeth fühlte sich aber an Bord des Bootes sehr sicher und machte unentwegt Bilder.

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Hier ging eine Steinlawine nieder

Sehen Sie sich folgendes Video an: "Neufundland-Labrador Impressionen, Newfoundland-Labrador impressions":





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