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Reiseführer Neufundland

Eine Bootstour im "Western Brook Pond", Gros Morne Nationalpark, Neufundland, Kanada

Teil 1

Karte Gros Morne Nationalpark, Neufundland, Kanada
Vielen Dank an MapArt für die Benutzung dieser Karte

Der Gros Morne Nationalpark wurde von der UNESCO zur "Naturerbestätte" erklärt.
Schon bei unserem ersten Besuch von Neufundland waren wir von der wilden Schönheit beeindruckt. Das war Ende März 2003 anlässlich einer kurzen Geschäftsreise. Im darauffolgenden Juni bereisten wir die ganze Insel, verbrachten aber einige Tage hier und sammelten die ersten bleibenden Eindrücke.
Im Jahr 2004 als wir von Labrador zurückkamen, verbrachten wir natürlich auch wider einige Zeit hier.
Elizabeth, meine Frau, erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch und nahm an der begehrten Bootstour auf dem "Western Brook Pond" teil.
Aufgrund einer Knieverletzung, musste ich etwas anderes unternehmen. Das Laufen war zu schmerzhaft.
Die Touren finden nur in der Zeit zwischen 1. Juni und dem 15. Oktober statt. Buchen mussten wir die Tour im "Ocean View Motel" in Rocky Harbour. Hier lernten wir zum ersten Mal, dass auch Neufundländerinnen nicht immer freundlich sind. Vielleicht hatte die Dame einen schlechten Tag oder das Geschäft ging zu gut. Schade!

Elizabeth hatte die erste Tour gebucht, die um 10 Uhr morgens begann.
Ein Fußmarsch von etwa 40 Minuten wartete auf sie. Der Himmel hatte sich zugezogen und es war relativ kühl.
Sie bereitet sich entsprechend vor - wasserdichte Wanderstiefel, mehrere Lagen Kleidung, ihren Neufundland-Hut und natürlich ihre neue Kamera, sowie Ersatzbatterien. Dazu kam natürlich auch ein Rucksack. Fast jeder der Teilnehmer hatte einen.
Sehr viele davon waren älter und wie ich an den Autokennzeichen sehen konnte, kamen die meisten aus anderen Provinzen oder den USA.
Elizabeth knüpfte sofort Kontakte. Es ist immer interessant andere nette Menschen kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen.
Neufundland und Labrador ziehen mit wenigen Ausnahmen nur angenehme Besucher an.

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Jedermann bereitet sich auf den Fußmarsch vor

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Das Ziel

Ich sah Elizabeth von einer kleinen Aussichtsplatform nach und machte einige Bilder von dem Ziel.
Der "Western Brook Pond" ist ein Süßwasserfjord und eine der Hauptattraktionen des Gros Morne Nationalparks.
Mir wurde gesagt, dass die Bootstour etwa 2 Stunden dauern würde. Dazu kommt natürlich noch die Zeit, die man braucht um dorthin und wieder zurück zu kommen.
So lange wollte ich hier nicht warten.
Ich musste noch einige Kleinigkeiten einkaufen und beschloss das zu tun und mir etwas anzusehen, das bequemer zu erreichen war.
Das fand ich dann auch. Ich lernte einiges über den Hummerfang in Neufundland.
Bitte besuchen Sie die Webseite, die ich darüber erstellt habe.

Elizabeth hatte keinerlei Probleme beim wandern. Sie hatte eine nette Dame aus Ontario getroffen und erfreute sich an der Natur.
Sie machte wiederum viele Bilder von Pflanzen, Blumen, Bäumen usw. Kurz gesagt - von allem was ihr gefiel.
Der Weg war in einem sehr guten Zustand und große Teile davon waren als "Boardwalk" angelegt, d.h. es war ein Holzsteg.
Auch das Wetter wurde besser, was selbstverständlich nicht bedeutete, dass es sich innerhalb weniger Minuten nicht nochmals ändern könnte.
Das einzige worauf man sich beim Wetter in Neufundland und Labrador verlassen kann, sind die schnellen Änderungen. Deshalb sollte man immer die jeweils notwendige Kleidung dabei haben.
Falls Sie etwas vergessen haben sollten, ist das kein Beinbruch. Es gibt hier Geschäfte, die sich darauf spezialisiert haben, Ihnen alles zu verkaufen, was sie für einen richtigen Aktiv- oder Abenteuerurlaub brauchen.

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Der Weg war nicht beschwerlich

Neufundland, Gros Morne Nationalpark, Western Brook Pond, Bootstour
Auf dem Weg

Jedermann war von der Szenerie angetan und verhielt sich entsprechend. Niemand schmiss Abfall weg oder machte Lärm. Es ist schön so etwas zu erleben.
Bänke luden zum ausruhen ein. Man hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben alles schön zu gestalten.
Lesen sie die gelegentlich aufgestellten Schautafeln. Elizabeth lernte, dass vor sehr langer Zeit dieses Gelände unterhalb der Meeresoberfläche lag.
Wie üblch hielt Elizabeth auch Ausschau nach Tieren. Leider waren Insekten die einzigen, die sich sehen liesen. Zum Glück waren aber noch keine der berüchtigten "Blackflies" darunter. Mit denen als Begleiter wäre die Wanderung sicherlich nicht so ein Vergnügen gewesen.
Falls Sie im Juli kommen bereiten Sie sich darauf vor. Diese "niedlichen" kleinen Fliegen, haben Freunden von uns einmal den Urlaub verkürzt.


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