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 Der einsame Angler |
Elizabeth war begeistert von all dem, was sie sah. Wir benutzten an fast keinen Tag den Fernseher läger als ein paar Minuten. Sie erzählte mir, was ihr gefallen hatte und ich arbeitete an meinem Computer um Eindrücke fest zu halten.
Immer wieder waren wir von der Freundlichkeit und Ehrlichkeit der Leute beeindruckt und der Tatsache, dass es so gut wie keine Kriminalität gab. Das einzige was man zu fürchten hatte war die oft unberechenbare Natur und natürlich die wilden Tiere. Beides sollte man nicht leichtfertig unterschätzen.
Später traf Elizabeth noch auf einen anderen Angler mit dem sie sich gut unterhielt. Es war ein Einheimischer, kein Tourist.
Sie sah kein einziges Kanu oder Kajak. Das ist eine Aktivität, die wir auch noch ausprobieren wollen. Sicherlich aber nicht allein, sondern in einer Gruppe. In meine Jugendjahren hatte ich ein Kajak, das aus Holz gebaut und mit Leinwand bespannt war. Elizabeth hat keine praktische Erfahrungen. Deshalb nahmen wir beide an einem Beginnerkurs in Ontario teil. Die Boote waren aus einfachen Plastik und um eine vielfaches schwerer als das welches ich vor vielen Jahren hatte. Es erschien mir auch fast kentersicher zu sein und hatte ein Steuer. Ich war davon gar nicht beeindruckt.
Ich werde mich erkundigen, welche Boote hier verwendet werden. Sicherlich kommt es darauf an welche Gewässer man befahren will.
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Der "Board Walk", wie der Weg hier offiziell bezeichnet wird, kreuzt eine Landstraße. Diese hat eine Brücke über den Fluß.
Hier bin sogar ich schon gewesen. Einige Stunden vorher mit dem Auto. Die Leute am Campingplatz hatten uns den Weg beschrieben und wir wollten uns einen kleinen Überblick verschaffen, bevor Elizabeth loszog.
Verglichen mit Labrador sind wichtige Straßen in Neufundland üüberwiegend geteert. Diese war eine Ausnahme. Fahren Sie vorsichtig - es kann sonst recht teuer werden.
Wie fast überall in Neufundland war die Luft klar und man merkte nichts von Luftverschnutzung, die oft von den USA oder anderen Provinzen durch den Wind übertragen wird. Man ist hier doch sehr "weit vom Schuß". Ein großer Pluspunkt für diese schöne, noch weitgehend unentdeckte Provinz.
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 Brücke über den "Torrent River" |
 Blick von der Brücke |
Auch die Lufttemperatur war recht angenehm und es wehte zur Abwechslung auch mal kein Wind. Vielleicht wurde er durch die Bäume abgehalten.
Der normalerweise ständige Wind ist für die ungewöhnlich schnelle Änderung des Wetters verantwortlich. Es ist daher nie verkehrt immer schützende Bekleidung dabei zu haben - auch wenn es sich nur um einen Ausflug von wenigen Stunden handelt. Besonders angebracht ist dies auch um sich gegen die blutdurstigen "Blackflies" in der wärmeren Jahreszeit zu schützen. Oft scheinen diese unscheinbar aussehenden, kleinen Fliegen abhängig von chemischen Einreibemitteln oder Sprays geworden zu sein und das Zeug richtig zu mögen. Anders lässt sich deren Verhalten für mich nicht erklären. Nachdem man mit dem Totschlagen der Biester nachweislich keinen Erfolg hat, bleibt dann nur Schutzkleidung. Die hat noch den Vorteil, dass man sich nicht selbst vergiftet.
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Elizabeth hatte aber Glück. Die "Blackflies" waren noch nicht da. Sie lieben windstilles Wetter. Eine Woche später, wäre sie sicherlich völlig zerstochen und jammernd zurückgekommen. Es dauert relativ lang bis die schrecklich aussehenden Bissmarken verheilt sind.
Auch die Karibus und Elche leiden unter dieser Plage und flüchten oft ins Wasser, wo sie dann stundenlang bleiben.
Bitte bereiten Sie sich entsprechend vor. Der ganze Urlaub kann Ihnen sonst verdorben werden. Lassen Sie sich fachgerecht beraten.
Eine "Blackfly" bei ihrer Lieblingsbeschäftigung. Vielen Dank für das Bild an Jarmo Holopainen |
 Bereiten Sie sich auf Treppensteigen vor |
 Bärendreck? Ich glaube nicht |
 Vom Elch? |
Dann entdeckte Elizabeth Hinterlassenschaften von Tieren.
Sie dachte natürlich sofort an Bären und Elche und wurde ängstlich. Als Verteidigung wollte sie das Blitzlicht der Kamera verwenden. Ich glaube sie muss das Pamphlet über das Verhalten gegenüber Bären nochmals lesen. Ich glaube aber nicht, dass ein Bär an dem beteiligt war, was sie fand. Bin mir aber nicht sicher.
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 Die Lachsleiter im Bau |
Dann entdeckte Elizabeth eine "Lachsleiter", die sich gerade im Bau befand.
Diese erleichtert den Fischen das Überwinden eines Wasserfalls.
Nach Fertigstellung und in der richtigen Jahreszeit ist dies sicherlich eine Attraktion für Besucher. Darunter vielleicht auch einige hungrige Bären.
Natürlich musste Elizabeth den ganzen Weg zurücklaufen. das machte ihr aber gar nichts aus. Schließ;lich hatte sie sich ja auf derartige Aktivitäten vorbereitet in dem sie fast jeden Tag eine halbe Stunde zu "Curves" ging und noch geht und sich dort an allerlei Maschinen in Form bringt.
Wenn immer wir an einem derartigen "Fitness center" vorbeikamen, musste ich warten bis sie ihre Übungen gemacht hatte.
Bald soll es auch "Curves" für Männer geben. Was sag ich da bloß, wenn sie mich dahin schicken will?
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