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St. Lewis, Labrador, Kanada - Tourismus, Reisen

Teil 2

Nach unserer Rückekhr zu der "Fisherman's Landing Lounge" sprachen wir mit Minnie über dieses Problem, das durchaus Besucher vertreiben kann, die wie überall in dieser Provinz eine saubere Umwelt erhoffen.
Natürlich erwarteten wir von Minnie keine Lösungsvorschläge. Ich wollte das aber loswerden und sagte es jedermann in St. Lewis, ganz egal ob man das hören wollte oder nicht.
Den Abfall sichtbar auf dem Weg zu einer zuküftigen Attraktion zu lagern ist keine gute Idee. Vergarben kann man ihn nicht, das der ganze Untergrund aus Felsen besteht.
Wir mochten Minnie immer mehr. Sie erzählte uns, dass ihr Mann seit langen arbeitslos ist und sie sich überlegen in eine andere Provinz zu ziehen.
Das ist verständlich - Minnie ist aber noch nie weiter weg gewesen.
Nach dem Abendessen half ihr Elizabeth in der Küche.
Elizabeth als Küchenhilfe

Ich arbeitete nach dem Abendessen an meinem Computer, während sich Elizabeth allein auf Wanderschaft machte. Minnie hatte ihr einige gute Tips gegeben. Sie kaufte sich wie ülich selbst gestrickte Socken und besuchte natürlich auch Minnies Familie.
Elizabeth war richtig begeistert als sie zurückkam. Sie hatte in recht kurzer Zeit sehr viele nette Menschen kennen gelernt und viele Eindrücke mit ihrer Kamera festgehalten.
Nebenstehend eines der Bilder.
Eine Tochter von Minnie mit Freund

Man muß nicht jeden Abend auf großen Parties sein und sich mit Essen und Getränken bis zum "geht nicht mehr" vollstopfen um glücklich zu sein.
Bevor wir schlafen gingen - ohne vorher den Fernseher einzuschalten - hofften wir auf gutes Wetter für unseren Besuch von "Battle Harbour" mit Earle.
Wie bereits angedeutet, die Reise fand statt und danach bekamen wir von Minnie ein für Labrador und Neufundland typisches Essen vorgesetzt.
Leider gab der starke Motor in Earles Boot während der Rückfahrt seinen Geist auf.

Ein typisches Essen - allerdings nicht mehr beliebt bei den jungen Leuten

Das Essen bestand aus Mehlklößen, wie man sie auch in Europa kennt, gekochten Kartoffeln, gekochten, gesalzenem Rindfleisch und einer Gemüsebeilage. Es wird "Newfie boiled dinner" genannt. Elizabeth verdrehte erst die Augen als sie das vorgesetzt bekam, vertilgte aber dann doch einen für sie ungewöhnlich großen Anteil davon. Ich bestand auf einem Bier dazu, was offensichtlich normalerweise nicht im Restaurant serviert wird, sonder nur in der Bar, die allerdings immer geschlossen war, da niemand kam.
Ich muß sagen man versteht es hier weitaus besser als in Ontario aus einfachen Zutaten ein sehr schmackhaftes Gericht zu bereiten. Wer's nicht glaubt, soll das nachprüfen! Was ist besser? Ein ausgetrocknetes Schweinskotelette fast ohne Gewürze oder ein saftiges, das man nicht nachwürzen muß?
Danach hatten wir noch selbstgebackenen Kuchen (pie). Es war mir eine Freude Elizabeth beim essen zu beobachten. Daheim hat sie nie Zeit dazu.
Earle, der dazu kam, merkte wie gut es uns hier, trotz des zum Teil herumliegenden Unrats, gefiel erzählte uns einiges über seine Zukunftspläne.
Es war ihm noch nicht klar, was an dem Motor kaputt gegangen war und er hatte auch kein Handbuch, das sicherlich notwendig ist um ihn auseinander zu nehmen und wieder richtig zusammenzubauen.
Wir erfuhren im Gespräch, dass hier ein neu gebautes Haus sehr günstig zum Kauf angeboten wird. Obwohl wir nicht umziehen können, waren wir interessiert. Es ist wahrscheinlich ein sicheres Investment, verglichen mit vielen anderen. Es gibt hier genügend Leute, die sich gerne gegen Bezahlung darum kümmern, wenn man es an Feriengäste vermietet.
Wir baten ihn daher uns das Haus zu zeigen, was er gern tat.

Ein Haus in St. Lewis - unser Traum

Ausblick vom Haus auf St. Lewis

Das Haus stand in einer herrlichen Lage und hatte zwei Stockwerke. Es war vollkommen eingerichtet einschließlich einer schönen Küche. All das soll eingeschlossen sein. Wir haben keine Preisverhandlungen geführt.
Das Haus ist nicht an das örtliche Abwassernetz angeschlossen, es hat ein eigenes System (Versetzgrube). Die Versorgung mit Leitungswasser ist nur im Sommer gesichert. Für die Wintermonate muss noch ein eigener Brunnen gegraben werden. (Kosten etwa $6000,00)
Auch einige anderen Dinge müssen gerichtet werden. Wir träumen noch immer davon in unserer Lieblingsprovinz ein Domizil zu haben.
Wir könnten dann im Winter Motorschlittentouren machen. Allerdings kann man da St. Lewis nur per Flugzeug erreichen. Alle Wasser und Landverbindungen sind blockiert.

Die Küche
Es wird ein Traum bleiben - leider!
Aufgrund der entlegenen Lage wird der kleine Ort nicht über eine Fernleitung mit Strom versorgt. Man hate ine eigenes Kraftwerk gebaut in dem Dieselmotoren Generatorejn antreiben.
Würde sich hier eine Windkraftanlage in Verbindung mit den Dieselmotoren lohnen?




Auf Wiedersehen St. Lewis




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