Öffnungszeiten:
11. Mai bis 14. Oktober 2002
Alle Tage von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Tel. 705-526-7838 | In Midland und Umgebung gibt es recht viel zu sehen. Sie sollten das ausnutzen. Besonders dann wenn das Wetter einmal nicht schön sein sollte und Sie auch etwas über die Geschichte unseres Landes erfahren wollen.
"Bei Sainte-Marie among the Hurons" handelt es sich um eine wieder aufgebaute Missionsstation französischer Jesuiten.
Ursprünglich lebten in dieser Gegend die Wendat, die zur Familie der Irokesen gehörten und ausgezeichnete Bauern und Händler waren. Sie nannten ihr Land Wendake.
Samuel de Champlain, der Gründer von Neu-Frankreich, wie Kanada damals genannt wurde, sah für eine erfolgreiche Kolonisation die Verbreitung des Christentums als notwendige Voraussetzung an. Er unterstütze daher französische Jesuiten bei der Ansiedlung in Wendake im frühen 17. Jahrhundert.
1639 wurde dann am Wye River die Missionsstation errichtet, die Sainte-Marie among the Hurons genannt wurde. "Hurons" war der französische Begriff für die Wendat.
Erstaunlicherweise gelang es den Jesuiten, viele Wendat für den christlichen Glauben zu gewinnen.
Der Kontakt mit Quebec wurde über den Wasserweg aufrecht erhalten und durch harte Arbeit gelang es dass sich die Ansiedlung selbst versorgen konnte.
Unglücklicherweise waren die Irokesen mit dem was die Jesuiten und ihre eigenen Abkömmlinge, die Wendat oder Huronen taten, nicht einverstanden.
Aufgrund der zunehmenden Angriffe musste bereits nach etwa 10 Jahren die Station aufgegeben werden. Sie wurde von den noch lebenden Jesuiten und ihren treuen Gefolgsleuten vor der Flucht in Brand gesetzt. Nachdem die Überreste der zerstörten Missionsstation fast 300 Jahre überdauert hatten, begann man mit der Rekonstruktion. Das Ergebnis können Sie heute besuchen.
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