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 Vielen Dank an Toyota Canada
Falls Sie es bis Goose Bay geschafft haben, versäumen Sie es auf keinen Fall etwa 32 km auf einer geteerten Straße nach North West River (eigentlich sollte der Ort Northwest River heißen) und dem vorgelagerten Sheshatshiu zu fahren. Tun Sie das aber bitte nicht wie wir an einem Montag; denn da sind all die Attraktionen geschlossen.
 North West River
North West River hieß früher Fort Smith. Ein französischer Pelzhändler grüdete hier 1743 eine ganzjährig geöffnete Handelsstation.
Zwanzig Jahre später fiel das ganze Gebiet an die Engländer, die begannen von hier ihre Marine mit Fisch zu versorgen. Diese Aktivitäten brachten Siedler hierher.
Im Jahr 1836 gründete die "Hudson Bay Company", die es noch heute gibt (aber zum Verkauf ansteht), zwei Handelsposten in dieser Region, einen davon in North West River. Durch Zukauf von Konkurrenzunternehmen erreichte diese Firma sehr schnell eine Monopolstellung.
Ein im Jahr 1923 gebauter Laden der "Hudson Bay Company" beherbergt heute das "Labrador Heritage Museum". Leider fanden wir verschlossene Türen vor. (Ich fühlte mich fast wie in Thüringen; denn dort ist Montags auch vieles geschlossen.)
Sicherlich häten wir einige Stunden im Museum verbracht um mit den Leuten zu reden und mehr über Expeditionen, das Leben der Trapper und natülich auch über Dr. Grenfell zu lernen. Dr. Grenfell ist eine sehr bekannte Persönlichkeit in dieser Provinz. Er hat hier unter anderem bereits vor fast einhundert Jahren ein Gesundheitssystem eingeführt.
Heute hat North West River etwas über 550 Einwohner.
 Ein ehemaliger Laden der "Hudson Bay Company" in North West River
Gegen Ende des 19 Jahrhunderts begann man von North West River aus das Landesinnere von Labrador zu erforschen. Nicht alle Unternehmen waren erfolgreich. Darüber hätten wir gerne mehr im Museum gelernt; denn sicherlich hat auch heute noch vieles Gültigkeit.
Ein ganz aktuelles Beispiel belegt den Irrglauben anzunehmen, dass es jetzt ungefährlicher ist die Wildnis zu durchstreifen. Erst vor wenigen Tagen kam landesweit die Nachricht durch, dass man endlich die Überreste eines Paares aus Ontario gefunden hat, die vor etwa einen Jahr ohne Führer auf Wanderschaft ging.
 Das "Labrador Interpretation Centre" - natürlich auch Montags geschlossen
Dieses Zentrum wurde 1997 durch Königin Elizabeth II eröffnet. Es zeigt hauptsächlich Artefakts und Arbeiten lokaler Künstler.
Nachdem sowohl das Museum als auch das Interpretationszentrum geschlossen waren, konzentrierten wir uns auf die Hauptattraktion - die Natur.
 Wasser und Berge
Wie gewöhnlich wechselte das Wetter innerhalb von Minuten von Sonnenschein zu einem dunkel verhangenem Himmel.
Sicherlich ist es ein tolles Erlebnis von hier aus an einer geführten Tour per Fuß oder Kajak teilzunehmen oder auch einen sicheren Wanderweg allein zu begehen. Informieren Sie sich aber unbedingt über Einzelheiten, bevor Sie losziehen.
Alle Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie natürlich auch im Winter beachten. Es wäre reine Dummheit ohne jegliche Erfahrung allein mit einem Motorschlitten loszuziehen.
Der wunderschöne Sandstrand war an diesem Tag ungenutzt. An Sonnentagen soll das anders sein.
 Im Juni war es noch zu kalt zum Baden
Elizabeth musste noch Briefmarken kaufen um Ansichtskarten an Freunde und Bekannte zu verschicken. Als wir das kleine Postamt gefunden hatten, stellten wir fest, dass es vorübergehend wegen einer Kaffeepause geschlossen war.
Natürlich warteten wir nicht vor dem Postamt. Wir fuhren durch den kleinen Ort und wurden dabei von vielen Leuten freundlich gegrüßt.
Wir konnten die Geschichten kaum glauben, die uns überall über die Einwohner von Sheshatshiu erzählt wurden. Sheshatshiu ist eine Gemeinde in welcher die Ureinwohner, die Innu, angesiedelt wurden. Man baute Häuser für sie und versuchte offensichtlich sehr viel um sie an einen "westlichen" Lebensstil zu gewöhnen. Das ging entsprechend meinen Informationen voll daneben. Sie legten in den neuen Häusern offene Feuerstellen an und wenn die Feuerwehr kam, wurde diese mit Steinen beworfen. Anstelle zu jagen und zu fischen griffen Trunksucht und Drogenmißbrauch um sich. Ich hatte keinerlei Lust mich dem auszusetzen ohne mich vorher noch mehr informiert zu haben. Deshalb besuchten wir diesen Ort nicht.
Wir sahen uns stattdessen ein im Bau befindliches Denkmal für Trapper, die hier gelebt hatten, an. Sicherlich hätten wir im Museum vieles über deren Leben erfahren können. Leider mussten wir uns aber um einen Platz auf der Fähre nach Cartwright kümmern und hatten keine Zeit mehr um nochmals hierher zu fahren.
 Ein Denkmal für die Trapper, die hier gelebt hatten
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