Nach den schönen und ereignisreichen Tagen in Labrador City machten wir und auf den Weg nach Churchill Falls einer anderen Industriesiedlung. Dort befindet sich ein riesiges unterirdisches Wasserkraftwerk, das viel mehr Strom erzeugt als das Kraftwerk in Niagara Falls.
Wir füllten vorher den Tank auf, da es unterwegs keine Tankstellen gibt und machten uns auf den Weg.
 Diese Begegnungen liebte ich nicht! Sie waren oft von einem Steinhagel begleitet.
Dieser Truck fuhr aber langsam. Der Fahrer hatte erkannt, dass ich keine Fluchtmöglichkeit zur rechten Seite hatte. Vielen Dank an den unbekannten Fahrer!
Wir hielten häufig an um etwas genauer zu begutachten oder um Bilder zu machen. Elizabeth war besonders an der Pflanzenwelt interessiert. Auch Vogelnester, besonders auf Hochspannungsmasten, erregten ihre Aufmerksamkeit.
Leider hatten wir noch nicht das richtige Training um all die Wildtiere zu fotografieren, die entweder vor uns davon liefen oder sich schnell versteckten. Das waren Bären, Karibus, Füchse und wer weiß noch was.
 Elizabeth war immer eine große Hilfe. Sie sehen die Straße war hier recht gut!
 Auf dem Weg nach Churchill Falls
 Elizabeth bei der Arbeit. Sie hat auch das Schild fotografiert, das davor warnt mehr als eine limitierte Menge vom Forellen aus diesen See zu essen.
Schadstoffe, die durch die Luft verbreitet werden kennen keine Grenzen. Der Warnhinweis hilft aber auch sicherlich etwas gegen Überfischen.
Das Bild macht auch deutlich, warum ein Allradantrieb von Vorteil ist, wenn man in so einen "Straßengraben" flüchten muss, kommt man ohne diesen fast nicht mehr heraus.
 Endlich hatten wir einmal Glück
Churchill Falls ist ebenfalls eine Industriesiedlung. Das Gemeindehaus bietet alles was man braucht um sich Wohl zu fühlen. Wir haben hier ein Zimmer genommen, dort gegessen und auch unsere Ausflüge von dort aus vorgenommen.
Der schnelle Wetterumschwung war für uns keine Überraschung mehr und hinderte uns kein bisschen.
Benutzen sie unseren Reiseführer für weiter Informationen und folgen Sie Elizabeth auf ihrer Tour durch das unterirdische Kraftwerk. Ich zeige hier keine Bilder davon; denn wir haben nur wenige.
Wieder etwas Zynismus: "Spezialisten" haben soeben die Niagara Region zum "Green Capital of Canada" erklärt. Hauptgründe dafür sind das vergleichbar kleine Wasserkraftwerk, die Verwendung von Energiesparlampen in Hotels, der Hersteller von Türmen für Windturbinen und einige kleine andere Firmen. Ich finde es richtig, dass man sich bei uns bemüht Arbeitsplätze zu schaffen, die auf neuen Technologien beruhen. Diese großsprecherischen Aussagen, helfen dabei so viel wie eine Rede von Joseph Göbbels kurz vor Kriegsende. Als erstes sollte man auf diesen Sektor erfolgreiche Firmen überzeugen, dass sich Investitionen bezahlt machen. Zusätzlich muss man die zahllosen Gegner jeder neuen Technologie von deren Vorteilen für die Mehrheit der Bürger zu überzeugen. Dies ist sicherlich zum Teil ein schwieriger Prozess. Es muss aber gemacht werden.
Währen unserer Reisen durch Neufundland-Labrador haben wir bei weitem viel weniger Abfall auf den Straßen gesehen als in der Niagara Region. Ich muss nur die Haustüre aufmachen um eine Bestätigung dafür zu finden.
Wir haben bei einer älteren Familie übernachtet. Wenn die an der Straße eine Dose sehen, halten sie, nehmen die mit und das Geld, das sie dafür bekommen geht regelmäßig in ein Bankkonto für die Enkelkinder.
 Churchill Falls - das Gemeindehaus
 Am frühen Morgen als wir Churchill Falls verließen
![]()  Bitte nicht allein mit einem Kajak losziehen - es sei denn als Versuch spurlos zu verschwinden
 Auf dem Labrador Highway
 Auf dem Weg nach Happy Valley - Goose Bay
 Einer der Sonnenuntergänge in Labrador
Elizabeth gestand mir später, dass sie Angst hatte. Fast kein Auto kam uns mehr entgegen, das Radio wurde stumm, ihr Handy war tot. Mich störte das überhaupt nicht. Ich hatte nie erwogen mir eine Satellitentelefon für diesen Trip zu mieten. Ich fuhr einfach so dahin. Manchmals mit etwas überhöhter Geschwindigkeit. Deshalb überholte uns auch kein Truck mehr und ich hatte immer genug Benzin im Tank.
Wie üblich wechselte das Wetter wieder ein paar Mal.
 Nur noch Landschaft - keine Siedlung, keine Tankstellen, kein Radioempfang, kein Telefon
 Der treue Toyota sah natürlich entsprechend aus.
|