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Wir kamen rechtzeitig für Elizabeths Arbeit zuhause in Ontario an. Wir hatten hier noch viele schöne Sommertage vor uns.
Allen, die noch unqualifizierte Vorurteile speziell gegen Quebec und Neufundland hatten, erzählten wir wie schön es war und was uns dort besser gefallen hat. Leider können wir der darauf gegebenen Empfehlung doch dorthin zu ziehen nicht folgen.
Wir beschlossen aber eine weiter Reise. Vor allem auch, weil wir von der Regierung von Neufundland so freundliche Unterstützung nicht finanzieller Art bekamen. Ontario ist da noch weitaus schlechter als Thüringen.
Statistiken zeigen, dass in Neufundland der Tourismus wächst - in Ontario dagegen geht er leider zurück.
Wir haben unser Versprechen für einen dritten Besuch der Provinz Neufundland - Labrador eingehalten. Dabei haben wir wieder den Monat Juni als Reisezeit ausgewählt. Natürlich haben wir uns vorher speziell über Labrador informiert. Wieder erhielten wir sehr gute Unterstüzung in Form von Informationen und Empfehlungen von der entsprechenden Regierungsstelle. Danke Cathy!
Natürlich benutzten wir wieder unser Auto für die Reise. Es war ein Toyota Highlander den es in Deutschland nicht gibt. Er hat permanenten Allradantrieb und keinerlei herunterhängenden Teile, wie Bremsleitungen etc. Er war bestens geeignet für Labrador wie sich herausstellte.
Diesmal fuhren wir auf dem schnellsten Weg über Montreal nach der Stadt Quebec. Obwohl wir besonders die Altstadt mit europäischen Flair lieben, fuhren wir den Sankt Lorenz Strom entlang.
Irgendwie hatten wir uns verfahren. Das merkten wir als wir den riesigen Strom auf unserer rechten Seite sahen. Kurz entschlossen entschieden wir uns weiter in Richtung Labrador zu fahren, da dies uns mehr Zeit für diesen Teil der Provinz ließ, falls es uns dort gefällt. Ein guter Entschluss.
 In Quebec auf dem Weg nach Labrador
Quebec begeistert uns immer wieder aufs neue. Sehen Sie sich offizielle, deutsche Internetseite der Regierung an. Wir haben ein Link eingebaut.
Wir haben in Baie-Comeau übernachtet, haben nochmals Geld abgehoben und dann begann das Abenteuer - unsere Fahrt in Richtung Labrador West, besser bekannt unter dem Namen Labrador City.
Sie finden eine genaue Beschreibung dieser Fahrt in unseren Reiseführer für Neufundland - Labrador.
 Auf dem Highway 389
Am Anfang war die Straße noch geteert, dann wurde Sie furchtbar. Rasende Trucks verfolgten uns und scheuchten uns zur Seite. Auch vor dem Steinhagel entgegenkommender Laster flüchteten wir zu Seite. Dank Allradantrieb hatten wir keine Probleme wider festen Boden unter die Räder zu bekommen.
Dann kreuzten wir zu unserer Verwunderung plötzlich Eisenbahnschienen. Wie sich später herausstellte wird Eisenerz per Zug transportiert.
Dann eine ungewönliches Geräusch. Als ich anhielt stellten wir fest, dass ein Reifen völlig zerfetzt war. Also Gepäck ausladen um an das Ersatzrad zu kommen. Dann wurde es plötzlich dunkel - Wolken kamen auf. Wir schafften den Radwechsel gerade rechtzeitig bevor der Regen anfing.
 Hier ist die Straße schon wieder gut
Es war noch immer bewölkt als wir ohne weitere Probleme in Labrador City ankamen. Näheres über unsere Erlebnisse in Labrador finden Sie in unsren Internet Reiseführer.
Als wir gefragt wurden, wo wir hin wollten und was für Pläne wir hatten erzählten wir, dass wir auf dem Weg nach Happy Valley - Goose Bay waren und uns unterwegs alles mögliche ansehen wollten.
Von Happy Valley - Goose Bay aus wollten wir uns mit der Fähre nach Cartwright an der Ostküste Labradors transportieren lassen.
Ob wir die Fähre gebucht hätten? Nein, natürlich hatten wir das nicht getan. Es war ja schließlich nicht Hauptreisezeit. Man wünscht uns viel Glück.
Elizabeth rief umgehend in Goose Bay an um uns nach einem freien Platz auf der Fähre zu erkundigen. Es wurde uns einer angeboten zu einem Zeitpunkt an dem Elizabeth länhst wieder arbeiten musste. Was tun?
Dann wurden wir beruhigt. Wir sollten einfach unsere Tour fortsetzen und dann bei der Fähre auftauchen. Es würde sicherlich noch Platz gemacht werden können.
Das taten wir dann auch.
 Wir trafen alte Bekannte hier. Das Ehepaar, das die hohen Reparaturkosten bezahlen musste
Wir waren nicht die einzigen, die ohne Reservierung hier ankamen. Nach und nach wurden wir aufgerufen und durften auf die Fähre. Die Reise sollte die ganze Nacht dauern. Leider war keine Kabine verfügbar. Wir hatten diesmal aber interessante Gesprächspartner.
 Ich glaube jeder fand einen Platz auf der Fähre.
Mir ist schleierhaft warum wir immer trübes Wetter hatten, wenn wir eine Fähre benutzten. Da die Reise aber während der Nacht statt fand störte mich das gar nicht. Es fahren nur wenige Boote und man darf also keine Ansprüche stellen.
 Kanada zeigt überall Flagge. Man schämt sich nicht
Auch die kanadische Küstenwache war mit einem leichten Eisbrecher präsent. Das Boot wurde 1987 in Halifax, Nova Scotia gebaut. Der Heimathafen ist St. John's auf der Insel Neufundland.
 Ein Boot der "Canadian Coast Guard"
Wir machten es und daher so weit wie möglich bequem. Wir unterhielten uns, hatten ein sehr einfaches Essen und versuchten zu schlafen.
Ich glaube, dass jeder heil froh war als wir völlig benommen am Morgen in Cartwright ankamen. Zu unseren Schrecken hat uns das schlechte Wetter auf der ganzen, langen Reise begleitet.
Unsere Reise von Cartwright entlang der Ostküste haben wir in unseren Reisführer beschrieben. Zum Glück kam die Sonne nach kurzer Zeit heraus und die Wolken waren verschwunden
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