| Natürlich gab es auch Spiele bei den Indianern. Hier erklärt die Leiterin einer Reisegruppe gerade das Spiel "Ente auf einem Stein". Man kann es als eine Variante des Kegelns ansehen. Die Gruppe hatte recht viel Spaß beim Ausprobieren.
Sehen sich auch die Wigwams an. In diesen Dorf waren sie für Besucher gedacht.
Der Medizinmann lebte in einer eigenen Hütte. Medizinmänner heilten nicht nur, sie konnten auch das Wetter vorhersagen oder wie sie behaupteten sogar beeinflussen, einige gaben auch vor die Zukunft vorhersagen zu können oder beim Wiederauffinden verlorener Gegenstände helfen zu können. Also alles Dinge, die auch in unserem modernen Leben noch angeboten werden. Wie oft habe ich Elizabeth geholfen ihre Schlüssel zu finden? |
Auf micht machte das Huronendorf, unter Berücksichtigung des Zeitunterschiedes, einen recht gemütlichen Eindruck. Ich würde voaussichtlich ein Leben hier, einem Leben als einfacher Matrose im "Discovery Harbour" vorziehen. Sehen Sie sich beides an und urteilen Sie selbst.
Langsam wurde ich vom vielen Herumlaufen müde. Anderen Besuchern ging es genau so. Wir ruhten uns auf den gezeigten Baumstümpfen aus um neue Kräfte zu sammeln. Die Baumstümpfe waren um einen Feuerplatz angeordnet. Die Huronen verwendeten Feuer nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Roden und um Holzpfähle gegen Verrotten zu schützen. Metallwerkzeuge waren ja unbekannt und einen starken Baum mit einer Steinaxt zu fällen, war sicherlich kein einfaches Unterfangen.
Alles Geschirr wurde aus einem Ton-Quarzgemisch hergestellt für das ein spezieller Brennprozess entwickelt wurde.
Bei den Indianern wurde nach meinem Eindruck sehr behutsam und respektvoll mit den von der Natur zur Verfügung gestellten Schätzen umgegangen.
Wie ich hier lernte, glaubte man, dass alle natürlichen Dinge einen Geist haben. Man hob sogar die Gebeine toter Tiere in einer speziellen Grube auf, sofern die Knochen nicht zur Herstellung von Werkzeugen oder Verzierungen benutzt wurden.
Man ist heute noch böse auf die Jäger, welche sich ein Vergnügen daraus machten, ganze Büffelherden abzuknallen. Reden Sie doch einmal mit einem gebildeten Ureinwohner darüber.
| |
 |
Sie werden bei Ihren Gesprächen auch lernen, dass vieles, was man normalerweise über die Indianer denkt, nichts als falsche Informationen sind.
Ein Beispiel ist das Skalpieren. Dieses war bei den Ureinwohnern nicht üblich. Es wurde eingeführt, als Indianer im Krieg der Franzosen gegen die Englánder auf beiden Seiten kämpften und als Nachweis zum Erhalt einer Kopfprämie für getötete Feine einen Nachweis bringen mussten.
Indianer sind auch nicht dümmer als ihre weißen Mitbürger. Es hängt immer von der einzelnen Person ab. Natürlich haben sie auch die gleichen Probleme mit Alkohol- und Drogenmissbrauch. wir alle sitzen in dem gleichen Boot.
|
|
Dem Huronendorf vorgegliedert ist ein Museum. Dort werden auch sehr viele recht interessante Dinge gezeigt, die nichts mit den Huronen zu tun haben. Reservieren Sie auf jeden Fall mindestens eine Stunde für den Besuch des Museums allein.
Für das Frühjahr 2003 ist eine Ausstellung über die Entwicklung des "Avro Arrow" geplant. Dieses moderne Kampfflugzeug, das in den fünfziger Jahren in Kanada entwickelt worden ist, war zu seiner Zeit der Konkurrenz überlegen. Es wird behauptet, dass die Entwicklung auf Druck der USA eingestellt worden ist. Andere sagen, die Entwicklungskosten überschritten die finanziellen Möglichkeiten.
|  |
 Vorherige Seite |