Sie finden das Dorf direkt in Midland im sogenannten "Little Park". Der Park selbst ist eine Attraktion für sich. Wir haben so etwas nicht in einer relativ kleinen Stadt erwartet. Wir gingen dort im sehr sauberen "Little Lake" schwimmen, bevor wir das Dorf besuchten.
Öffnungszeiten:
1. Januar bis 30. April, Mo. bis Sa. von 9:00 bis 17:00 Uhr
1. Mai bis 30 Juni, alle Tage von 9:00 bis 17:00 Uhr
1. Juli bis 31. August, alle Tage von 9:00 bis 18:00 Uhr
1. September bis 31. Dezember, alle Tage von 9:00 bis 17:00 Uhr
An Weihnachten und Karfreitag geschlossen. | Kontaktinformationen:
Huronia Museum & Huron/Quendat Village
Midland ON L4R 4P4
549 Little Lake Park Road, P.O. Box 638
Kanada
Tel. 705-526-2844
Fax: 705-527-6622
Anfragen: E-Mail
Webseite:http://www.huroniamuseum.com/
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| Das Huronendorf wurde von W. Wilfried Jury in enger Zusammenarbeit mit dem Archäologen William J. Wittemberg gegründet.
Wilfried Juri und seine Frau Elsie waren auch federführend bei der Rekonstruktion von "Sainte-Marie among the Hurons" und dem "Discovery Harbour" in Penetanguishene.
Das Huronendorf in Midland wurde 1956 fertiggestellt und zeigt wie die Huronen vor der Ankunft der Europäer lebten. Die Huronen selbst nannten sich Quendat (oft auch als Wendat geschrieben).
Sie lebten in befestigten Siedlungen und betrieben Ackerbau. Die Felder umgaben das jeweilige Dorf. Angepflanzt wurden im wesentlichen Mais, Bohnen, eine Kürbisart und Sonnenblumen. Bevor Sie das Dorf betreten laufen Sie an einem Maisfeld vorbei.
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Die Indianer glauben an nur einen Gott, den Sie "Creator" also Schöpfer nennen. Dieser Gott war nie auf der Erde und er wird auch nie die Erde besuchen.
Masken, wie sie hier gezeigt werden, stellen nach dem Glauben der Ureinwohner eine Verbindung zwischen den Menschen, der Natur und dem Jenseits dar. Es gibt eine große Anzahl von Masken. Sie werden bei verschiedenen Zeremonien benutzt und sollen unter anderen gegen Sturm und gewisse Krnakheiten schützen. Derartige Masken müssen "gesegnet" sein. "Gesegnete" Masken dürfen nicht verkauft werden. Man kann sie angeblich auch nicht fotografieren. Es wird behauptet, dass sie auf dem Bild nicht zu sehen sind. Ich werde das nachprüfen; denn natürlich glaube ich das nicht.
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Das Dorf wurde durch Palisaden geschützt. Diese dienten nicht nur als Schutz gegen Eindringlinge und wilde Tiere, sondern auch gegen starken Wind und die gefürchteten Schneestürme.
Der Eingang zum Dorf war recht eng und verwinkelt. Auch das war eine Schutzmaßnahme.
In einem Longhouse oder Langhaus lebte normalerweise ein ganzer Familienklan. Es wurde dort gekocht, geschlafen und er diente auch zur Aufbewahrung von Nahrungsmitteln, Fellen und dergleichen. Treffen und Zeremonien wurden ebenfalls dort abgehalten.
Eines der Hauptnahrungsmittel war Mais. Nach dem Trocknen wurde er genahlen und danach hier im Longhouse gelagert.
Besuchen Sie den Platz im Dorf, wo der Mais gemahlen wurde. Natürlich geschah dies mit den primitivsten Mitteln. Entweder mit einem Mörser aus Holz oder mit Steinen.
Ein indianischer Bekannter bestätigte mir, dass es bei den nordamerikanischen Indianern auch keinerlei Schrift gab. Alles wurde müdlich überliefert. Es hat sicherlich vieler archäologischer Feinarbeit bedurft um dieses Indianerdorf aus der Frühzeit nachzubauen.
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Hier sehen Sie das typische Innere eines Longhauses. Es roch nach getrockneten Tabak der von der Decke hing.
Die Tabakpflanze wurde als heilig angesehen. Auch heute noch wird Tabak bei vielen Zeremonien verwendet. Wenn immer wir eine "Drum Night", also eine Nacht der Trommeln, besuchten erlebten wir das. An diesen regelmäßigen Veranstaltungen sind auch Gäste willkommen. Falls Sie interessiert sind müssen Sie sich in einem Touristenbüro informieren lassen. Glauben Sie uns - es ist ein echtes Erlebnis.
Wir wurden von Bekannten auch eingeladen mit ihnen eine "Sweat Lodge" zu besuchen. Es ist eine Art von Sauna in welcher Wasser über erhitzte Steine gegossen wird. Bislang sind wir dieser Einladung noch nicht gefolgt.
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 | Hier wird auch eine derartige Hütte gezeigt. Sie diente in Verbindung mit Gebeten und Zeremonien zur Reinigung von Seele und Körper.
Die Felle erlegter Tiere wurden nicht im Longhouse getrocknet. Hierfür wurden diese im Freien, wie nebenstehend gezeigt, über Rahmen gespannt.
Fleisch dagegen wurde über offenem Feuer geräuchert und damit haltbar gemacht.
Das gleich geschah mit den gefangenen Fischen, die einen wesentlichen Anteil an der täglichen Ernährung hatten.
Besorgen Sie sich ein indianisches Kochbuch, wenn Sie einmal etwas anderes essen wollen.
Normalerweise werden hier keine Führungen angeboten. Sie erhalten aber ein gedrucktes Faltblatt mit Lageplan, das Ihnen alles kurz erklärt. Dieses ist sogar in deutscher Sprache verfügbar. |
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