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Reiseführer Neufundland

Gros Morne, ein Naturwunder in Neufundland, Kanada

Teil 3

Kanada, Neufundland, Gros Morne, Nationalpark
Teile vom Wrack der "S.S. Ethie"

Sie sehen, viel ist von dem Schiff, das 1919 hier strandete nicht übrig geblieben. Lesen Sie die Geschichte dieses Unfalls, der ausnahmsweise einmal gut endete.
Wenn Sie hier herumfahren, seien Sie immer bewusst, dass mit dem Bau des Straßennetzes erst in den 50-iger Jahren begonnen wurde.
Die meisten Orte waren weitgehend von der Außenwelt isoliert. Das gebräuchliste Verkehrsmittel war das Boot. Im Winter musste man zu hause bleiben. Auch heute noch muss der Fährverkehr zwischen Neufundland und Labrador in dieser Jahreszeit eingestellt werden.
Diese Abgeschlossenheit ist einer der Gründe warum sich der Dialekt oft von Ort zu Ort unterscheidet. Ich habe da noch immer Probleme bei der Verständigung. Dazu kommt noch, dass die angeblich so langsamen Neufundländer häufig sehr schnell reden.

Wir konnten nie genug von der Küstenlandschaft sehen. Manchmals ist sie flach abfallend wie hier, an anderen Stellen ist es eine unzugägliche Steilküste.
Besonders liebten wir es in einem Boot diese wechselvolle Szenerie zu beobachten.
Elizabeth nahm im Gros Morne Park an der "Western Brook Pond Boat Tour" teilzunehmen, die alles zeigt, was die Natur zu bieten hat.
Ich musste mich diesmal mit dem begnügen, was man von der Straße aus sehen konnte. Das war immer noch atemberaubend und das klare Wasser war so einladend, solange man nicht die Hand hineinstreckte. Da merkte man sofort, dass der Juni hier noch kein Bademonat ist.
Zum schwimmen ist sicherlich das Hallenbad bei Rocky Harbour die bessere Wahl.

Kanada, Neufundland, Gros Morne, Nationalpark
Fast ein Badestrand

Kanada, Neufundland, Gros Morne, Nationalpark
Elizabeth, die Strandläuferin

Elizabeth tobte sich hier richtig aus. Nichts konnte sie zurückhalten herumzulaufen, auf Felsen zu krabbeln und sich auch den Rücken zu legen um eigenartige Bilder zu schießen. Sie liebt Wolkenformationen.
Hier inspizierte sie das Treibgut. Leider brachte sie keinen Schatz zurück. Sie berichtete mir nur von einem toten Tier, das sie gefunden hatte.
Üblicherweise bringt sie diese zurück und vergräbt sie in einem ausgesuchten Teil unseren Garten.
Zum Glück nahm sie diesmal davon Abstand davon und überlies den Kadaver anderen hungrigen Tieren denen so etwas noch schmeckt.
Das herumliegende, trockenen Treibholz dagegen wird sicherlich von den Einwohnern eingesammelt. Holz dient noch immer als Brennstoff und hier wird normalerweise alles verwertet. So wie es auch in Europa während der " guten, alten Zeit" üblich war.

Um die Schiffahrt sicher zu machen wurden in fast allen befahrenen Küstenregionen der Erde Leuchttürme gebaut. Heute gehören diese sicherlich weitgehend der Vergangenheit an.
Dieser Leuchtturm sollte allen Schiffen, die nach Rocky Harbour fuhren sicheres Geleit in die Bucht "Bonne Bay" bieten. Er wurde 1897 errichtet und ist heute eine Attraktion für alle Besucher.
Wir waren während eines heftigen Regens dort und waren von der kleinen Ausstellung dort sehr angetan, die uns vieles aus der Vergangenheit dieser Gegend und dem Leben hier vermittelte. Die freundliche junge Dame war auch eine sehr große Hilfe als wir uns nach Unterkünften erkundigten.
Elizabeth machte viele Bilder, die uns zeigen, wie ein Leuchtturmwärter vor etwa einhundert Jahren lebte.
Als wir mit der Besichtigung fertig waren, kam die Sonne wieder heraus.

Kanada, Neufundland, Gros Morne, Nationalpark
Das "Lobster Cove Head Lighthouse" (Leuchtturm) Leuchtturm

Kanada, Neufundland, Gros Morne, Nationalpark
Haus am See

An das sehr wechselhafte Wetter hatten wir uns schon im vergangenem Jahr gewöhnt. Wir empfanden das sogar als sehr angenehm. Man muss nur darauf vorbereitet sein.
Mit den gesetzlich verordneten Restriktionen beim Fischfang und den schrumpfenden Erträgen auch beim Hummer, bereitet man sich hier immer stärker auf den Tourismus vor.
Das geschieht zum Glück noch recht dezent und ist wirklich auf die Bedürfnisse der Besucher abgestimmt.
Wir werden bei unserem nächsten Besuch im Sommer sicherlich das ein oder andere Angebot annehmen. Auch ein "Dinnertheater" werden wir dann wieder einmal besuchen.
Die Hauptattraktion wird aber immer die Landschaft bleiben. Die fasziniert uns immer wieder.
Auch die malerischen Fischerdörfer laden uns immer wieder zum Verweilen ein.


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