In Nordamerika muß man andere Maßstäbe an die Geschichte anlegen als bei uns. Ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert
ist bereits sehr, sehr alt.
Wenn ich Kanadiern erzähle, dass in Europa Häuser aus dem 15. Jahrhundert noch bewohnt und geschäftlich genutzt werden, ernte ich meistens nur Ungläubigkeit.
Der Sinn altes zu bewahren fehlt leider noch weitgehend. Es gibt aber schon einige, die sich aufregen, wenn ein altes Gebäude als unsicher bezeichnet und niedergerissen wird.
So ist es zu begrüßen, dass es Initiativen und Gruppen gibt, die bemüht sind die Vergangenheit an einigen Plätzen zu konservieren um zu zeigen, wie das leben früher
war.
Das "Fanshawe Pioneer Village" in London, Ontario ist ein derartiger Platz. Wir haben es besucht und das nicht bereut.
 Fast gegenüber der Brauerei befindet sich dieser General Store
Nordamerikaner lieben "Antiques", was sie aber nicht hindert ältere Gebäude niederzureißen. Kitsch ist zum Teil schon zur Kunst erhoben worden.
Es ist erstaunlich, wie man sich als Europäer schon nach kurzer Zeit dem angleicht.
Sehen Sie sich sorgfältig in dem Laden um. Vielleicht finden Sie einen verborgenen Schatz oder etwas, was Ihnen gefällt.
Nehmen Sie sich dazu Zeit. Niemand drängt Sie sich schnell zu entscheiden, es sei denn ich bin dabei.
 Ein anderer Blick in den Laden
Wie Sie sehen sind die Betreuer kostümiert. Jeder hat Spaß daran. Sicherlich sind diese Kleider nicht so bequem wie Jeans. Ich finde aber, dass die Mädchen und Frauen darin oft viel besser und auch lieber aussehen. Es hilft auf jeden Fall sich in die Vergangenheit zurückversetzt zu fühlen.
 War das Dach Teil der Original-Konstruktion?
In den meisten historischen Stätten werden Schmieden und Werkstatträume gezeigt. Oft sind diese sogar besetzt und man zeigt Ihnen, wie damals gearbeitet wurde.
Hier fand keine derartige Demonstration statt.
Sagen Sie Ihren Kindern, dass man den Werkstattraum nicht betreten darf. Man kann aber auch von außen alles sehr gut sehen.
 Viele richten sich auch noch heute so ein
Wie üblich wurde ich vom vielen herumlaufen, dem Treppensteigen und der frischen Luft recht hungrig. Wir konnten einen sehr preiswerten und guten Imbiss im "Stonewaters Tea Room" einnehmen.
Leider gab es auch dort kein Bier. Man sollte die alte Brauerei wieder in Betrieb setzen!
Bitte beachten Sie, das in Kanada das Trinkgeld nicht im Preis eingeschlossen ist. Üblich sind mindestens 15%.
Zumindest in Ontario sind inzwischen alle Gaststätten "rauchfrei".
Nachdem auch hier das Gesundheitswesen unter Kostendruck geraten ist und die Schädlichkeit des Rauchens ausreichend nachgewiesen wurde, ein durchaus sinnvoller Schritt, der von der wachsenden Anzahl der Nichtraucher begrüßt wird. |
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 Leider wird dort kein Bier mehr gebraut und zum versuchen angeboten!
Das Dorf liegt in einem wunderschönen,
riesigen Park. Als Eintrittspreis haben wir pro Person $ 5,00 bezahlt.
Bitte machen Sie nicht den Fehler und parken Sie außerhalb des Geländes. Sie würden sich totlaufen.
Sehen Sie sich aber auch den Park an in dem das Dorf liegt und halten Sie wenn immer Ihnen etwas gefällt.
Das Dorf ist gut ausgeschildert und Sie finden einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe. Gleich am Eingang finden Sie ein altes Sägewerk aus dem Jahre 1885, das bis hinein in das 20.
Jahrhundert betrieben wurde.
Danach sehen Sie die Nachbildung einer alten Brauerei aus dem Jahre 1828 und gegenüber diesen "General Store".
Als wir dort waren, war der Laden sogar besetzt. Man kann dort allerlei Souvenirs kaufen. Auch wenn Sie nicht die Absicht haben Geld auszugeben, gehen Sie trotzdem rein und sehen Sie sich um.
 Das Innere des Ladens
Nehmen Sie sich auch viel Zeit, wenn Sie herumlaufen.
Gehen Sie in all die Häuser. lesen Sie aber vorher die Beschreibungen.
Vielleicht finden Sie auch eine der reizenden Führerinnen, die mit Ihnen geht und alles erklärt. Als wir das Dorf besuchten waren diese leider alle mit Schulkindern beschäftigt.
 Beide hatten offensichtlich Spaß
Bestaunen Sie alte Maschinen, die liebevoll restauriert wurden.
Falls Sie Kinder dabei haben, lassen Sie diese herumtoben. Man ist hier viel toleranter als in Deutschland.
Es gibt vieles zu sehen. Von alten Schulen über einen Versammlungsraum der "Royal Orange Lodge", Häusern der verschiedensten Gesellschaftsklassen hin bis zu Werkstätten.
Ziehen Sie sich bequeme Schuhe an; denn Sie müssen viel laufen und Treppen steigen.
 Eine alte Schmiede
Nebenstehend sehen Sie ein Beispiel, wie die "alten Kanadier" eingerichtet waren.
Wundern Sie sich aber nicht, wenn Sie ähnliche Einrichtungen auch noch heute finden. Privatpensionen sind oft recht stolz darauf, wenn alles mit guterhaltenen alten Möbeln ausgestattet ist. Das vermittelt eine gepflegte Atmosphäre. Man muß des wegen keineswegs auf modernen Komfort, wie eine Klimaanlage verzichten.
 Uns hat es hier gut gefallen |