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Nachdem wir in dem Anhänger des vorher beschriebenen
Vehikels Platz genommen hatten brachte uns André zu einer der zum Resort gehörenden Fischerhütten. Es war eine
holprige Fahrt. Gefrorener Schnee und Eisverwerfungen rüttelten uns
gehörig durcheinander. Von Müdigkeit keine Spur mehr!
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Leider hatten wir heute keinen Sonnenschein und
alles war grau in grau.
Wie man sieht hält das aber keinen guten Eisfischer davon ab,
sein Glück zu versuchen. Dieser Mann konnte es offensichtlich nicht
länger in seiner Hütte aushalten. Er war gerade dabei sein Angelgerät
an einem frisch gebohrten Loch im See aufzubauen.
André öffnete unsere Hütte, setzte den Ofen in Betrieb
und erklärte uns, wie man den Köder am Haken befestigt und wie
man die Länger der Angelleine richtig einstellt.
Da die Luft sehr trocken war stellte er eine Dose mit Seewasser auf
den Ofen. Sehr schnell wurde es gemütlich warm.
Bevor er uns verließ, versprach er uns gegen Mittag vorbei zu
schauen um zu sehen, wie es uns ginge.
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Das ist kein Plumpsklo sondern eines der vier Löcher,
die zum Fischen benutzt werden.
Im Bild rechts sehen Sie ein Angelgerät. Die Leinenlänge
wird so eingestellt, dass sich der Haken etwas über dem Seegrund befindet.
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Genau um die Mittagszeit, als wir uns überlegten
, was wir von den mitgebrachten Sachen essen wollten, tauchte André
auf. Er brachte uns in einer Thermosflasche hausgemachte Suppe.
Sie schmeckte köstlich und war offensichtlich nach einem schweizer
Rezept zubereitet worden.
Wir hatten natürlich zuhause nicht daran gedacht eine Thermosflasche
mitzunehmen.
Jetzt hatte ich auch endlich die Möglichkeit ein kühles Bier
zu trinken. Das müssen Sie ins Camp mitbringen. Alkohol darf dort
nicht verkauft werden. Das trifft für ganz Ontario zu.
Die Angeln hingen die ganze Zeit über im Wasser und wir waren
immer voller Erwartungen, wenn sich der Balken bewegte, weil offensichtlich
ein Fisch den Köder untersuchte.
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Elizabeth war ganz aus dem Häuschen als sie ihren ersten Fang
machte. Es war aber ein ganz kleiner Fisch und er tat uns so leid, dass
sie ihn sehr vorsichtig vom Angelhaken löste und wieder schwimmen
lies.
Das gleiche passierte mir.
"Catch and release", d.h. "fangen und wieder schwimmen lassen" ist übrigens eine sehr weit verbreitete Praktik in
Nordamerika.
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Der Nachmittag verging sehr schnell. Wir hatten
endlich einmal Zeit miteinander zu sprechen ohne durch etwas anderes als
das Zucken der Angel, abgelenkt zu werden.
Wir konnten ungestört lesen und erfreuten uns an der klaren, sauberen
Luft und der Ruhe.
Gelegentlich verliesen wir auch die Hütte um zu sehen, was unsere
Nachbarn trieben. Es war kälter geworden und wir sahen Leute, die
mit Ihrem Truck auf dem See herumfuhren.
André fand das später sehr leichtsinnig. Als Entschuldigung
kann man nur anführen, dass die offensichtlich noch nicht von den
Unfällen gehört hatten.
Es war auch sehr erfreulich zu sehen, dass zumindest in unserem Bereich,
niemand Abfälle auf dem Eis zurück gelassen hatte. Vielleicht
haben da aber auch André und Susanne etwas nachgeholfen. Die Sauberkeit
der Cottages sprach für diese Vermutung.
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André kam, wie verabredet um 4 Uhr.
Er war auf die Minute genau. Das ist halt schweizer Pünktlichkeit.
Ich hatte kurz vorher noch einen Hecht gefangen. Es war allerdings
kein Riesenfisch. Er hat aber für ein schmackhaftes Mittagessen ausgereicht.
André hat uns daheim in unserem Ferienhäuschen gezeigt,
wie man den Fisch fachgerecht ausnimmt und säubert. Das war eine große
Hilfe für uns Anfänger.
Nochmals ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: die Anzahl der Fische,
die man pro Tag fangen darf ist begrenzt um den Fischbestand nicht zu sehr
zu reduzieren. Schlagen Sie sich also die Idee aus dem Kopf durch reichlichen
Fischfang den Urlaub finanzieren zu wollen.
Ein deutscher Besucher hat fürchterlich über Kanada
geschimpft als er erfuhr, dass aus seinem Plan die gefangenen Fische zu räuchern
und später in Deutschland zu verkaufen nichts wurde. |
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