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Ein Besuch im Canadian Warplane Heritage Museum |
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Ich wollte diesmal den Weg etwas abkürzen und folgte der Beschilderung, die am QEW (Queen Elizabeth Highway) angebracht war.
Wie oft in Kanada üblich, sahen wir dann plötzlich keine Schilder mehr und verfuhren uns prompt. Sehen Sie sich bitte deshalb genau Ihre Straßenkarte an. Wenn Sie einen "Copiloten" haben teilen Sie ihm die Aufgabe zu nach versteckt und nicht sehr sinnvoll angebrachten Hinweisschildern Ausschau zu halten. Nebenstehend ein kleiner Kartenausschnitt, der Ihnen zeigt, wo Sie hin sollten. |
![]() Diese Karte ist nur eine Orientierungshilfe |
![]() Der "aufgespießte" Starfighter zeigt Ihnen wo der Eingang ist |
Am Eingang des attraktiven Museumsgebäudes finden Sie einen "aufgespießten" Starfighter. Ein großzügiger und kostenloser Parkplatz war zum Glück in unmittelbarer Nähe. Es war bitter kalt und es wehte ein eisiger Wind, der sicherlich viele Besucher abgeschreckt hätte, einen weiten Weg zu laufen. |
Ich war sogleich überrascht, wie freundlich wir begrüßt wurden und dass niemand etwas dagegen hatte, als ich fragte, ob ich fotografieren dürfe. Das ist leider in Ontario nicht die Regel. Man findet normalerweise keinen "Manager" der diese große Verantwortung übermehmen will. Offensichtlich herrscht ein Ansturm von Leuten, die kostenlose Webseiten in deutscher Sprache anbieten. Nun kennen Sie den Grund, warum wir bestimmte Dinge nicht zeigen! Wir begannen unseren Rundgang und versäumten nicht uns anhand der Bildtafeln über Vergangenheit der kanadischen Luftwaffe zu informieren. |
![]() Die Eingangshalle mit
angeschlossenem Souveniershop |
![]() Nachgestellte Szenen aus den Kriegstagen am Beginn unseres Rundganges |
Die ausgestellten Flugzeuge stammen aus der Zeit um den zweiten Weltkrieg herum und danach. Sie finden hier unter anderen auch einen Lancaster Bomber, einen Hawker Huricane, eine Westland Lysander. |
Aufgrund des eisigen Wetters waren nur wenige Besucher in der Halle. Als wir die einzelnen Flugzeuge studierten und die Informationstafeln lasen, gesellte sich sofort einer der anwesenden Betreuer zu uns. Wir lernten, daß das ganze Museum von ehrenamtlichen, nicht bezahlten Mitgliedern, meist Veteranen, betreut wird. Offensichtlich gibt es keinerlei staatliche Unterstützung mehr. Auch das nahegelegene Hamilton scheint keinerlei Zuschüsse zu geben. Es gab nicht die Andeutung von Ressentiments, als ich mich sofort als Deutscher zu erkennen gab. |
![]() Sie sehen, nie ohne fachkundige Hilfe |
![]() Mein Schwiegervater mit einem der kundigen und sehr freundlichen Betreuer |
Mein Schwiegervater war in seinem Element, als er sich mit den anderen Veteranen unterhalten konnte.
Ich bekam fast den Eindruck, dass der Krieg nur aus erfreulichen Erlebnissen bestanden hatte. All die schlimmen Tatsachen wurden weitgehend verdrängt. Ich konnte den alten Leuten aber deswegen nicht böse sein. |
Ein Team von Veteranen ist laufend dabei alte Flugzeuge zu restaurieren. Das Museum hat daher eine kleine Werkstatt. Es ist eine Freude zu sehen, wie Leute die bereits weit über 70 Jahre alt sind, all die notwendigen Arbeiten durchführen. Sie fertigen Blechteile selbst und verrichten all die Nietarbeiten. Alles unter Aufsicht
einer Qualitätskontrolle; denn die meisten Flugzeuge dürfen danach geflogen werden.
Es werden sogar den Besuchern des Museums Rundflüge in alten Maschinen angeboten. Sie dauern etwa 20 Minuten und sind nicht sehr teuer. Hoffentlich trifft das noch immer zu! Für weitere Einzelheiten benutzen Sie bitte dieses Link zum Museum. |
![]() Zwei Veteranen |
![]() Ein Jet |
Es werden auch einige "moderne" Flugzeuge gezeigt. Alle wurden liebevoll restauriert. Auf Schautafeln werden alle wichtigen Informationen gezeigt und wie gesagt jeder der freiwilligen Helfer ist froh und glücklich interessierten Besuchern Auskünfte zu geben.
Man merkt wie wichtig es Ihnen ist zu wissen, noch gebraucht zu werden. Schließlich hat diese Generation sehr viel dazu beigetragen das Land zu dem aufzubauen, was es heute ist. |
Falls Sie vom herumlaufen müde geworden sind, können Sie entweder in die Kantine gehen und dort einen kleinen Imbiss zu sich nehmen oder sich Filme ansehen. Es gibt hierfür einen eigenen Fernsehraum, der mit Propaganda-Plakaten aus dem zweiten Weltkrieg dekoriert ist.
Sie können natürlich auch beides tun. Von der "Holland Liberation Canteen" aus haben Sie einen guten Ausblick auf das Flugfeld, wo weitere "Oldtimer" herumstehen. Die Plakate sollten Sie sich auf jeden Fall ansehen. Am Ende des Besuches haben wir nochmals den "Souveniershop" besucht. Zu meiner Überraschung wurden hier nicht nur die typischen Artikel gezeigt, die man in einem solchen Geschäft erwartet, sondern auch einiges, das es durchaus Wert ist mit nach hause zu nehmen. Wir beschlossen, nochmals hierher zu kommen. Allerdings sollte es wärmer sein, damit wir an einem Rundflug buchen können. |
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Einige der gezeigten Plakate |