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 Man wird sogar abgeholt und zurückgebracht |
Unsere Reiseplan sah vor, dass wir zumindest einen Tag in Churchill Falls verbringen. Wir wussten, dass Führungen durch das größte unterirdische Wasserkraftwerk der Welt angeboten werden. Das wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.
Eine Angestellte des Hotels, das sich im Gemeindezentrum befindet, rief an und wir konnten an der Führung, die abends um 7 Uhr stattfand, teilnehmen.
Die Tour ist kostenlos und man wird sogar abgeholt und zurückgebracht.
Pünktlich erschien ein "Van" mit einer Angestellten des Kraftwerks. Es gab außer uns nur noch 2 Teilnehmer.
Als ich zu dem Fahrzeug humpelte, wurde ich sofort gefragt, ob ich mich wohl fühle. Ich wies auf mein schmerzendes Knie hin, welches die Folge eines Motorradunfalls ist. Während der kurzen Fahrt wurde ich gewarnt, dass man sehr viel laufen muss und es keine Möglichkeiten zum hinsetzen und ausruhen gibt.
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Die Tourenleiterin bot mir an mich zurück zu fahren und Elizabeth mein Frau, die wusste, wie viele Schmerzen ich hatte, warnte mich ebenfalls. Schweren Herzens stimmte ich zu; denn ich wollte natürlich die ganze Besichtigungstour nicht gefährden.
Ich blieb aber zum Einführungsvortrag.
Die ursprünglich recht mächtigen Wasserfälle mit einer Fallhöhe von 75 m, wurden im August 1839 von dem ersten Weißen entdeckt. In den darauf folgenden Jahren wurden sie als großes Hindernis beim Befahren des " Hamilton Rivers", wie der Fluß damals genannt wurde, angesehen. Vorher war er unter dem namen "Grand River", bekannt.
Bereits 1894 erkannte man das Potential der verfügbaren Energie, die bei der Eisengewinnung benutzt werden könnte.
Ideen wurden entwickelt, aber nichts konkretes geschah.
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 Vorbereitende Erklärungen |
 Während der Bauarbeitern Vielen Dank an die "Churchill Falls (Labrador) Corporation Limited" |
Erst nachdem im Jahr 1949, Joseph R. Smallwood, der Premierminister von Neufundland, die Fälle zum ersten Mal gesehen hatte, begann man mit ernsthafter Planung und im Jahr 1967 wurde dann mit dem Projekt ein Wasserkraftwerk zu bauen, begonnen.
Man hatte erkannt, dass die Natur hier ideale Voraussetzungen für die Energiegewinnung geschaffen hatte. Ein riesiges Volumen an Wasser und eine enorme Fallhöhe, wenn man nicht von der der Lage der Fälle ausging, sondern auch das zusätzliche große Gefälle des Flusses dazu rechnete.
Es entstand die zu dieser Zeit größte Baustelle in Nordamerika. Eines der Hauptprobleme war der Transport des benötigten Materials durch die damals noch unwegsame Wildnis. Auch das harsche Klima und die Unterkunft von über 6000 Arbeitern war eine Herausforderung.
Neben dem Kraftwerk mussten auch Deiche gebaut werden um Reservoirs für das vorhandene Wasser zu schaffen. Das größte beansprucht eine Fläche von 5698 km2 und ist als das "Smallwood Reservoir" bekannt.
Schon damals achtete man darauf die Einflüsse auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.
Auch heute noch ist man sehr umweltbewusst und beachtet die immer strenger werdenden Vorschriften und Auflagen. So hat man beispielsweise alle Ausrüstung, die PCB enthielt, ersetzt.
Ende 1971 konnte der erste Strom in die Provinz Quebec geliefert werden.
Heute ist Churchill Falls das 6. größte Wasserkraftwerk der Erde. Es hat eine Kapazität von 5 428 500 KW, also weitaus mehr als das Kraftwerk in Niagara Falls, wo nur 2 400 000 KW erzeugt werden.
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 Schematische Darstellung des unterirdischen Kraftwerks - Vielen Dank an die "Churchill Falls (Labrador) Corporation Limited"
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Der Ort Churchill Falls ist recht klein, bietet aber alles notwendige um sich wohl zu fühlen, wenn man nicht gerade auf "high life" aus ist.
Die etwa 260 Mitarbeiter des Kraftwerke wohnen mit ihren familien recht günstig in Häusern, die von der Firma zur Verfügung gestellt werden. Mit Ausnahme einer Tankstelle mit angeschlossenem Laden ist der ganze Ort im Besitz von "CF(L)Co" wie der Stromerzeuger in Kurzform genannt wird.
Ich bedauerte es sehr, dass ich an der interessanten Tour nicht teilnehmen konnte. Ich hätte mich sogar in einem Rollstuhl herumschieben lassen können, wenn wir das frühzeitig gesagt hätten. Ich wäre nicht zu stolz gewesen. Fahren ist immer besser als laufen. (glaube ich)
Elizabeth hatte noch einige Probleme beim Bilder machen, da sie mit ihrer neuen Kamera noch nicht vertraut war. Inzwischen hat sie aber viel dazu gelernt.
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 Der Turbinenraum heute |
 Im Untergrund |
Sir war sehr beeindruckt von allem was sie sah und hörte, verstand aber als Krankenschwester manche der Details nicht.
Zum Glück erhielt jeder Besucher auch sehr gutes Informationsmaterial, das mir eine große Hilfe war Lücken zu schließen.
Am folgenden Tag wollten wir die Stelle sehen an der das Wasser nach verrichteter Arbeit in den Churchill River zurückfließt.
Es war aber regnerisch und die Straße war so schlecht, dass wir das nicht tun konnten. Ich wollte keine Autopanne riskieren.
Vielleicht haben Sie mehr Glück, falls Sie hierher kommen. Sie sollten sich eine derartige technische Meisterleistung nicht entgehen lassen. Es ist auch immer gut, wenn man weis wo der Strom herkommt und auch die Probleme der Erzeuger kennen lernt.
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