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Reiseführer Neufundland

Ein Besuch in Broom Point and der Westküste Neufundlands, Kanada

Teil 2

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Ein Riesenhummer

Uns wurden ausführlich das Leben und die Arbeit der Fischer beschrieben. Es ist eine ganz andere Welt - vor allem wenn man sich noch nie Gedanken darüber gemacht hat lernt man einiges dazu.
Man erfährt auch sehr viele interessante Einzelheiten über den Lebenszyklus der Hummer selbst.
Im Winter halten sie sich im tiefem Wasser auf, das eine Temperatur um den Nullpunkt herum hat und sind fast nicht aktiv.
Sowie im Frühling die Temperaturen steigen, krabbeln sie ins mehr seichte Wasser.
Im Sommer sind die Krustentiere dann sehr aktiv. Sie "häuten" sich, d.h. sie werfen den alten zu klein gewordenen Panzer ab und ersetzen ihn durch einen neuen. Die Weibchen werden in dieser Zeit befruchtet. es dauert etwa ein Jahr bis die Eier sich fertig entwickelt haben.
Werden befruchtete Weibchen gefangen, befördert man sie umgehend zurück ins Meer. Das ist Geburtenkontrolle im umgekehrten Sinn!

Nach einem weiteren Jahr schlüpfen kleine Larven aus den Eiern. Sie treiben an der Wasseroberfläche und ernähren sich von Plankton.
Nach etwa 3 bis 6 Wochen und zwei weiteren Stufen als Larven entwickelt sich der junge Hummer. Dabei sinken diese für den Rest ihres Lebens auf den Meeresgrund.
Bill zeigte uns auch das Bild eines Riesenhummers. Vergleichen Sie diesen mit den Füssen des Mannes! Hummer dieser Größe sind nicht für den Verzehr geeignet.
Es wurde auch bestätigt, dass es den sagenhaften blauen Hummer tatsächlich gibt. Er wird nur sehr selten gefangen. Er ist eine Rarität, vergleichbar mit Albinos bei den Karibus.
Die Farbe soll den Geschmack nicht beeinflussen. Vielleicht kostet "Hummer blau" aber einen deftigen Aufpreis.
Ich bevorzuge nach wie vor "richtiges" Fleisch. Zum Glück verstehen die Neufundländer auch dessen Zubereitung recht gut.

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Hummer blau

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Ausblick auf den "Gulf of St. Lawrence"

Nachdem wir all diese und noch weitere Informationen erhalten, konnten wir uns noch all die Ausstellungsstücke ansehen und Fragen stellen. Bill hatte eine Antwort für alles parat.
Das Wetter war herrlich und ich hoffte, dass Elizabeth einige Kilometer entfernt das gleiche Glück hatte. Ich konnte mich an der Szenerie nicht satt sehen. Den anderen Besuchern ging es genau so.
Langsam machten wir uns auf den Weg zu dem kleinen Wohnhaus in welchen mehrere Familien während der Sommermonate lebten. Als es noch keine Straßen gab, musste alles per Boot hierher gebracht werden. Daran hat sich in vielen Teilen des Landes nicht viel geändert. Wer es sich leisten kann hat natürlich auch die Möglichkeit per Flugzeug oder Hubschrauber zu reisen.

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Küche hoch

Die Einrichtung des Häuschens war keineswegs als altmodisch zu bezeichnen. Ich fand sie gemütlich. Im Herd brannte ein Holzfeuer und es roch sehr gut danach.
Leider wurde noch nicht gekocht. Ich hätte sicherlich um eine Kostprobe gebeten. Im Gästebuch stellte ich fest, dass sehr viele Besucher aus Ontario hier gewesen waren. Vergessen Sie bitte nicht sich einzutragen.

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Eines der Schlafzimmer

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Das Klo

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Ein Gebäude das wir nicht besuchten



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