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Neufundland Fahne

Reiseführer Neufundland

Ein Besuch in Broom Point and der Westküste Neufundlands, Kanada

Teil 1

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Schild

Nachdem ich Elizabeth, meine Frau, am nahen Parkplatz abgesetzt hatte, von wo aus sie zu der "Western Brook Pond Boat Tour" laufen musste, ging ich in St. Pauls einkaufen um unseren Kühlschrank im Auto aufzufüllen. Es ist gut, gekühlte Getränke dabei zu haben, wenn man anhält um den Ausblick zu genießen.
Ich fuhr auf dem Highway 430 zurück in Richtung Süden, entdeckte nebenstehendes Hinweisschild und beschloss spontan "Broom Point" zu besuchen. ich musste ja die Zeit sinnvoll nutzen bis Elizabeth zurückkam.
In "Broom Point" kann man in einem kleinen, restaurierten Fischerdorf einiges über Hummer und deren Fang lernen. Die Anlage ist Teil des Gros Morne Nationalparks.
Es handelt sich dabei nicht um eine Siedlung aus lang vergangener Zeit. Sie wurde bis 1975 von Fischerfamilien benutzt, die im Sommer hier lebten um ihren Gewerbe nachzugehen.

Ich musste nur wenige Meter zu dem zugehörigen Parkplatz fahren.
Als Elizabeth vor etwa 45 Minuten los zog, war der Himmel verhangen - jetzt schien hier die Sonne und der Ausblick auf die bizarre Felsenküste war herrlich.
Eine kleine Reisegruppe aus New Brunswick war kurz vor mir mit einem Kleinbus angekommen. Ich schloss mich der einfach an, nachdem ich um Erlaubnis gefragt hatte.
Um ehrlich zu sein - zu dieser Zeit hatte ich nur wenig Ahnung, was mich hier erwartet.

Inzwischen habe ich mir die
Öffnungszeiten besorgt:
Das Dorf ist geöffnet vom 22. Mai bis zum 11 Oktober zwischen 10 und 18 Uhr.
Führungen beginnen um 10:30 und danach jede folgende Stunde. (Alles ohne Gewähr!)

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Küste

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Außen

Wie ich schnell feststellte waren die Mitglieder der Reisegruppe sehr gut vorbereitet und auch ernsthaft interessiert.
Offensichtlich hatte die Reiseleiterin gute Vorarbeit geleistet. Ich wunderte mich allerdings darüber, dass sie in Stöckelschuhen herumlief. Kann man damit auch autofahren oder nur spazieren gehen?
Fachkundig wurden die aufgereihten Hummerfallen diskutiert. Man sieht diese auch in fast allen Fischerhäfen der Insel. Nachdem der Kabeljau, die bisherige Haupterwerbsquelle der Fischer, fast verschwunden ist, versucht man Einkommensverluste etwas mit dem Fang und Verkauf von Hummern auszugleichen.
Unglücklicherweise gehen aber auch hier die Fangquoten dramatisch zurück. Das wurde uns vorher mehrfach gesagt.

Nachdem wir einige Zeit herumgestanden waren, kam Bill Bennett, ein Mitarbeiter des Nationalparks, und schloss die Tür des Hauptgebäudes auf.
Hier werden die meisten Ausstellungsstücke gezeigt.
Ich musste weder einen Eintritt bezahlen, noch wurde ich nach einem Besucherpaß gefragt. Sicherlich nahm Bill zu dieser Zeit an, dass ich Teil der Besuchergruppe war.
Später klärte ich ihn auf.
Wir lernten, dass auch heute noch sehr viele Fischer Boote, wie das hier gezeigte selbst bauen. Die Bauzeit beträgt etwa vier Wochen und es wird behauptet, dass die selbst gebauten Boote weitaus besser auf die individuellen Anforderungen abgestimmt seien als die modernen Boote aus Kunststoff oder in Faserverbundbauweise. Außerdem sind sie natürlich billiger; denn es wird dafür heimisches Fichtenholz verwendet.
Das hier gezeigte Boot war mit einem altertümlichen Motor ausgerüstet, der aber im Ruf stand fast unverwüstlich zu sein und wenig Kraftstoff zu verbrauchen.

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Boot

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Falle

Zuverlässigkeit ist sicherlich sehr wichtig um heimzukommen. Als wir nach der Insel "Battle Harbour" in Labrador fuhren, gab ein moderner und sehr starker Außenbordmotor seinen Geist auf. Nur stotternd kamen wir zurück. Bei einem plötzlichen Sturm sicherlich ein Erlebnis auf das man gerne verzichtet.
Dann wurden uns die verschiedenen Arten der Hummerfallen vorgeführt und erklärt. Das war recht interessant.
Auch heute noch werden diese meistens selbst aus Holz gebaut. Bei starken Seegang oder einem Sturm gehen oft hunderte davon verloren, was die meisten Fischer finanziell nicht verkraften könnten, falls sie industriell hergestellte kaufen würden.
Auch die Technik, wie die Fallen ausgesetzt werden wurde ausführlich beschrieben.

Natürlich macht man sich in Neufundland auch Sorgen um den Nachwuchs. Das schließt die Hummer mit ein.
Zu kleine Hummer dürfen zurück ins eiskalte Wasser um zu dort zu wachsen und auch um Nachwuchs zu bekommen.
Das gleiche gilt für alte oder zu große Hummer. Diese sollen auch nicht besonders gut schmecken.
Strenge Kontrollen und Strafen stellen sicher, dass diese Vorschriften auch eingehalten werden.
Der Hauptmarkt der hier gefangenen Hummer sind die Vereinigten Staaten.
Sofern Sie gerne "Meeresfrüchte" essen, tun Sie das hier in Neufundland. Vergessen Sie aber nicht, dass das Angebot von der jeweiligen Saison abhängig ist. Nicht alles gibt es das ganze Jahr über frisch.
Haben Sie schon einmal einen "Lobster Burger" versucht? Mein Sohn sagte mir, die seien recht gut.

Broom Point, Neufundland, Hummer, Gros Morne Nationalpark
Zu kleine und zu große Hummer werden verschont und dürfen zurück ins Meer

Sehen Sie sich folgende Bilderfolge an: "Nationalpark National Park Gros Morne Neufundland Newfoundland Impressionen impressions":


Sehen Sie sich folgendes Video an: "Neufundland-Labrador Impressionen, Newfoundland-Labrador impressions":


Sehen Sie sich folgendes Video an: "Journey to Newfoundland Labrador. Autoreise nach Neufundland-Labrador":


Sehen Sie sich folgendes Video an: "Around the Circle Theater in Crows Head, Neufundland, Newfoundland ":

Nochmals vielen Dank an all die Darsteller. Hoffentlich lassen Sie sich ein derartiges Ereignis nicht entgehen!


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