Kanada Fahne
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Ontario Fahne


Der Sturm aufs Fort

Pünktlich um 8 Uhr abends hatten beide "Armeen" ihre Stellungen bezogen. Die meisten Amerikaner hatten sich im Fort verschanzt, einige wenige hatten davor eine Verteidigungslinie aufgebaut.
Die "britische" Armee war recht beeindruckend in Ihren farbigen Uniformen. Basierend auf den historischen Ereignissen erschienen deren Kämpfer nicht einheitlich gekleidet. So hatten die "Kanadier" andere Uniformen als die Engländer.
Ein Mindestalter von 18 Jahren mußte erreicht sein um in die britische Armee eintreten zu dürfen. Eine Ausnahme bildeten nur die Trommler, Das waren häufig Knaben, die zum Teil nur 9 Jahre alt waren. Erstaunlicherweise wurden die besser bezahlt als ihre kämpfenden Väter.
Auf beiden Seiten wurden die Trommeln und Pfeifen benutzt um Befehle an die Kämpfer zu übermitteln. Die Trommel- und Pfeifensignale hatten eine andere Frequenz als der Kampflärm und konnten daher gut gehört werden.

Schlacht in Fort Erie

Die Geschütze auf der "britischen" Seite wurden als erstes in Stellung gebracht und geladen.
Wundern Sie sich bitte nicht über die Strohhüte. Mir wurde gesagt, dass diese eine der offiziellen Kopfbedeckungen für Soldaten waren.
Um besser informiert zu sein, was auf dem Schlachtfeld vor sich ging, wurde alles sehr gut über ein Lautsprechersystem kommentiert.
Achten Sie darauf, in der Nähe eines Lautsprechers zu sein, falls Sie dieses Ereignis besuchen.
Die Schlacht dauert eine halbe Stunde. Besuchen Sie aber vorher die beiden "feindlichen" Zeltlager und sehen sie sich an, was da alles vor sich geht. Es ist sehenswert!

Es war ein ohrenbetäubendes Geknalle mit Feuerblitzen aus den Musketen und Gewehren. Natürlich habe ich die Zeit nie nachgemessen, aber ein gut trainierter Schütze soll in der Lage gewesen sein alle 14 Sekunden einen Schuß abzugeben. Das mit der Treffsicherheit war eine andere Sache - besonders bei den Musketen. Trotzdem war ein derartiger Kampf recht blutig und gefährlich. Das konnte man daran sehen, dass immer wieder einer der Angreifer "tot" umkippte.
Niemand kümmerte sich zu diesen Zeitpunkt um eventuell Verletzte. Es wurde weiter auf das Fort zumarschiert.

Schlacht in Fort Erie
Es war eine richtige Kampfstimmung.

Die Belagerung von Fort Erie
Der Pulverdampf der Geschütze nahm jegliche Sicht
Oft konnte man aber auch gar nichts sehen, da alles in Pulverqualm eingehüllt war.
Es roch auch entsprechend.
Sowohl im Rasen als auch im Fort waren Sprengladungen versteckt worden, die manuell zur Explosion gebracht wurden.
Das machte das ganze Schauspiel noch wirklichkeitsgetreuer. Grasballen flogen durch die Luft, wenn eine einschlagende Kanonenkugel detonierte.
Es war ein Höllenlärm, der oft die Musik, zumindest für die Zuschauer, übertönte.
Mutig marschierten die Briten und die mit ihnen verbündeten Truppen weiter gegen das Fort an. Keiner durfte rennen oder sich hinlegen.
Schutzlos mussten sie sich den Kugeln der Verteidiger aussetzen. Offensichtlich wurde so die Tapferkeit beurteilt.
Immer wieder konnte man sehen, wie sich die Reihen lichteten. Unbeirrt wurde aber weiter marschiert, begleitet von martialischer Musik.
Die Amerikaner hatten es da schon besser. Sie hatten eine gewisse Deckung durch die starken Mauern des Forts.

Die Belagerung von Fort Erie
Die "Briten" im Vormarsch
Die Belagerung von Fort Erie
Musik begleitete das Sterben
Unbeirrt griffen die starken britischen Verbände das von den Amerikanern besetzte Fort an.
Die Lage für die Eingeschlossenen wurde immer bedrohlicher.
Die ersten Angreifer begannen auf das Fort zuzustürmen und Leitern anzulegen. Dies waren in der historischen Vergangenheit immer Freiwillige. Die Überlebensrate soll nur etwa 10% betragen haben.
Immer mehr Angreifern gelang es das Fort zu stürmen. Der Kampf schien entschieden zu sein. Die Amerikaner kämpften aber tapfer weiter.
Plötzlich konnte man im Fort eine riesige Explosion sehen und hören. Offensichtlich war dort das Pulvermagazin in die Luft geflogen oder die Amerikaner hatten eine starke Sprengladung vorbereitet um die Eindringlinge abwehren zu können.
Es war eine Explosion des Pulvermagzins, die entsprechend der historischen Vergangenheit nachgestellt wurde. Diese riesige Detonation forderte das Leben von hunderten der Angreifer und natürlich auch zahlreiche der Verteidiger.
Dieser schwerwiegende Verlust war der Grund für die "Briten" zum Rückzug.
In der darauf folgenden Zeit haben die Amerikaner noch einige verlustreiche Siege errungen. Sie zogen aber ab, als britische Truppen an der Ostküste der Vereinigten Staaten landeten um diese dort zu bekämpfen.
Die Belagerung von Fort Erie
Ein Treffer?